Von vollen Hosen, Abstiegskämpfen und Comeback-Versuchen…

Debakel ist wohl das richtige Wort für das, was mein FC heute beim HSV erlebt hat. Willkommen zurück im Abstiegskampf. Ich weiß nicht, ob die Jungs nicht wollten oder einfach die Hosen voll hatten? Womit wir schon beim nächsten Thema wären. Für mich heißt es morgen auch willkommen zurück, wenn ich die 10 km beim Dresdner Citylauf versuchen will. Weiterlesen

Wenn weniger mehr ist – Fast Twitch

Dieses Jahr geht in zweierlei Hinsicht in meine Laufhistorie ein: Es wird das Jahr mit den wenigsten Laufkilometern seit Beginn meiner Aufzeichnungen im Jahr 2002 sein. Und es ist das Jahr, in dem ich zum ersten Mal in einem Wettkampf einen Schnitt von unter 4′/km gelaufen bin (19:30 über 5 km bei der REWE Teamchallenge). Sollte es da nicht möglich sein, mit noch weniger Training noch schneller zu laufen?

Aber im Ernst, ich bin mit dem Sportjahr 2010 in keiner Weise zufrieden. Zu wenig Training, praktisch keine Wettkämpfe, (so gut wie) keine traumhaften Momente beim entspannten Lauf durch die Heide oder bei der lockeren Ausfahrt mit dem Rennrad durch die sächsische Schweiz. Mein kommunalpolitisches Engagement, die beruflichen Verpflichtungen als Lehrer und Veränderungen im privaten Bereich haben die eh schon knappe Zeit weiter reduziert. Zeit also, sich etwas zu überlegen. Denn der Sport war und ist mir zu all dem ein wichtiger Ausgleich, den ich nicht missen möchte.

Über das Forum bei triathlon-szene.de bin ich auf die Seiten von Fast Twitch gestoßen. Fast Twitch ist der Versuch, mit allgemeinem Fitnesstraining, hochintensiven Intervallen, Krafttraining und kurzen, knackigen Ausdauereinheiten verschiedene Ausdauerwettkämpfe erfolgreich zu absolvieren. Der Einstieg ist ohne Weiteres ohne jedes Zubehör möglich. Wer mehr will, kommt auf Dauer um eine gewisse Grundausstattung (Gymnastikmatte, Klimmzugstange, Springseil, Kugelhantel, Langhantel, Kiste zum draufspringen) nicht herum. Aber auch ohne all das kann man schon sehr viel erreichen.

Einstieg und Grundlage sind immer die FT-Einheiten. Meist handelt es sich dabei um ein intensives Zirkeltraining, das relativ unspezifisch alle Bereich allgemeiner Fitness ansprechen soll. Man beginnt als Anfänger bei zwei bis drei Trainings pro Woche – mehr schafft man auch am Anfang nicht, weil man sich mindestens zwei Tage kaum bewegen kann – und kann auf fünf bis sechs TE steigern. Wer einfach nur fit und gesund sein will, braucht nicht mehr als das.

Wer an kürzeren Lauf-, Duathlon- oder Triathlonwettkämpfen teilnehmen möchte, muß irgendwann spezifischer trainieren. Zum einen sind das sportartspezifische Trainingseinheiten, für Triathleten z.B. je eine Schwimm-, Rad- und Laufeinheit pro Woche. Das klingt zunächst wenig, mehr ist aber neben den FT-EInheiten ohne Überforderung kaum zu schaffen. Diese sportartspezifischen TE sind ebenfalls intensiv bis hochintensiv und nur kurz bis mittellang. LSD gibt’s nur in der Disco! Dazu kommt noch spezielles Krafttraining, z.B. mit der Langhantel, um die Kraft gezielt zu steigern und damit zu Leistungsverbesserungen zu kommen.

Wer längere Wettkämpfe absolvieren oder besondere Höhepunkte im Wettkampfjahr setzen möchte, muß sich entsprechendwettkampfspezifisch vorbereiten. Speziell auf den Wettkampf zugeschnittene Trainingseinheiten, Z.B. Koppeltraining für Triathleten oder Aufbauwettkämpfe über Unterdistanzen bei Läufern führen zu einem geplanten Wettkampfhöhepunkt. Insgesamt sollte eine solche spezielle Vorbereitung nicht zu lange dauern, da in dieser Zeit natürlich das unspezifische Training und damit die allgemeine Athletik abnimmt.

Wem das alles noch nicht genügt, der kann im Trainingsjahr mit echten Meilensteinen arbeiten. Aber dazu später mehr. Meine Langhantel ruft mich…